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And the Teddy goes to...
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Die Gewinner des diesjährigen TEDDY AWARDS stehen fest und erhielten gestern bei der großen Jubiläumsgala im Flughafen Tempelhof ihre Preise. Marco Bergers Drama AUSENTE erhielt den TEDDY für den besten Spielfilm. Beste Dokumentation wurde Marie Losiers THE BALLAD OF GENESIS AND LADY JAYE. Der Preis für den besten Kurzfilm wurde gleich zwei Mal verliehen, an Barbara Hammer und Gina für ihren Film GENERATIONS und an Barbara Hammer für MAYA DEREN’S SINK. Céline Sciammas Film TOMBOY erhielt den Jurypreis.
Alle Filme werden heute noch einmal vorgestellt, zusammen mit der Begründung der Jury.
Die Jubiläums Gala wird am Sonntag um 23:45 Uhr auf ARTE und um 00:45 Uhr im RBB zu sehen sein .
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Bester Spielfilm - AUSENTE von Marco Berger
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Die Jury entscheidet den diesjährigen TEDDY AWARD für den besten Spielfilm an AUSENTE, Regie: Marco Berger, zu vergeben, in Anerkennung der originellen Geschichte, der mutigen und innovativen Ästhetik und seiner anspruchsvollen Betrachtungsweise queerer Dynamik
Die einzigartige Kombination des Films aus homoerotischem Begehren, Ungewissheit und dramatischer Spannung reflektiert das feine Verständnis der Genre-Konventionen und der kinematographischen Sprache des Regisseurs. Als der fesselndste, topaktuelle Film in der Auswahl, befindet die Jury, dass „Ausente“ den Geist des TEDDY AWARD zelebriert.
AUSENTE nimmt das ambivalente Verhältnis zwischen einem Schwimmlehrer und einem seiner Schüler ins Visier und setzt dabei auf eine provokant elliptische Erzählweise und kühle, präzise komponierte Bilder, um die oft unbestimmbare Natur der Begierde zu vermitteln.
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Bester Dokumentar-/Essayfilm - THE BALLAD OF GENESIS AND LADY JAYE von Marie Losier
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Die Jury gibt den Award für den besten Dokumentarfilm an THE BALLAD OF GENESIS AND LADY JAYE von Marie Losier. Dieser Film zieht uns in eine völlig neue Welt der Mannigfaltigkeit, in der alles möglich ist; Gender-wechsel, Identitätsveränderungen und zwei Menschen können eins werden durch Pandrogynität.
Die Jury befindet, dass niemand diese einmalige Liebesgeschichte erzählen könnte wie Ms Losier es tut. Eine Filmmacherin mit der einzigartigen Vorstellungskraft das Subjekt ihres Film und das Mitempfinden beim Erzählen eines außergewöhnlichen Märchens über queere Pioniere in einem einfachen und universellen Liebesmärchen zu vereinen.
THE BALLAD OF GENESIS AND LADY JAYE von Marie Losier ist eine Liebesgeschichte und ein Portrait zweier Leben, die die transformativen Kräfte von Liebe und Kunst illustrieren. In warmen und intimen Bilder erschafft Losier ein mise-en-scene Labyrinth aus Interviews, Heimvideos und Filmmaterial von Auftritten.
Der Film dokumentiert eine wahrlich neue Form von romantischem Bewusstsein, einer die mit Trotz der täglichen Dehumanisierung des Körpers durch alles durchdringende Werbung und Pornographie entgegen tritt.
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Bester Kurzfilm - GENERATIONS von Barbara Hammer und Gina Carducci und MAYA DEREN'S SINK von Barbara Hammer
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Die Jury gibt den Preis für den besten Kurzfilm an zwei Filme. GENERATIONS von Barbara Hammer und Gina Carducci, der die Unterstützung des experimentellen Kurzfilms und seiner Form feiert indem er traditionelle Filmtechniken mit digitaler Bearbeitung kombiniert. Und Ms. Hammers MAYA DEREN'S SINK, eine Ehrung der Avantgarde-Filmmacher, geschaffen mit Ms Hammers unverkennbarer Handschrift, die Ms Derens Clips aufbereitet und wieder aufleben lässt in einem gedankenvollen sui generis (einzigartigen) Kunstwerk.
GENERATIONS ist ein Film darüber die Tradition des persönlichen, experimentellen Filmmachens weiterzugeben. Barbara Hammer, 70 Jahre alt, gibt ihre Kamera an Gina Carducci, eine junge queere Filmmacherin. Sie filmen während der letzten Tage von Astroland auf Coney Island, New York, und die Filmmacher entdecken, dass die unausweichliche Tatsache des Alterns sich in der Architektur des Freizeitparks und in der Emulsion des Mediums Film selbst widerspiegelt.

MAYA DEREN'S SINK erforscht Derens Konzept von Raum, Zeit und Form durch Besuche und Projektionen, die in ihren Wohnungen in LA und NY gefilmt wurden. Lichtprojektionen in Derens Privatsphäre evozieren vergangene Zeiten und Orte und verschaffen uns Zutritt in das Haus eines einflussreichen Filmmachers, den wir nie kennen lernen werden. Der Film erobert die Räume zurück, die sie zu ihrer Arbeit inspiriert haben, um sie mit dem Publikum zu teilen. Zeit und Raum kollabieren, wenn Drehorte der 40er in der Gegenwart neu auferstehen.
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Jury-Preis - TOMBOY von Céline Sciamma
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In TOMBOY geht es um die zehnjährige Laure, die etwas sehr Jungenhaftes an sich hat. Nun ist es Sommer, und all die anderen Kinder aus der Nachbarschaft spielen zusammen im Freien – nur Laure ist allein, denn sie kennt hier niemanden unter den Gleichaltrigen.
Doch dann begegnet sie eines Tages Lisa, einem Mädchen, das etwa ebenso alt ist wie sie selbst. Laure lässt ihre neue Bekanntschaft in dem Glauben, dass sie ein Junge sei. Aus Laure wird Mikaël, und nachdem diese „Verwandlung“ geglückt ist, fängt sie an, auch mit den anderen Kindern aus der Nachbarschaft zu spielen. Doch im Laufe der Zeit wird Laures Verhältnis zu Lisa immer enger, was die Zweideutigkeit ihrer Lage immer komplizierter macht.
Der Jury Preis geht an TOMBOY von Celine Sciamma für ihre gelungene Regiearbeit herausragende Leistungen aus diesen jungen und talentierten Schauspielern, allen voran Zoe Heran, zu bekommen. Dieser zweite Spielfilm der Regisseurin von „Wasserlilien“ behandelt die komplexen Identitätsprobleme eines jungen Mädchens, das eine unhaltbare Situation erschafft als sie ihr wahres selbst annimmt.

Céline Sciamma im ZEIT Online Interview >>
Die ZEIT ONLINE über TOMBOY >>
TOMBOY, Cinestar 3, 20:15 Uhr
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Special TEDDY Award
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Der südafrikanische Entertainer und HIV/AIDS Aktivist Pieter-Dirk Uys erhält einen SPECIAL TEDDY AWARD für sein Engagement insbesondere bei der AIDS Aufklärung in südafrikanischen Schulen und für sein Bühnen Alter Ego Evita Bezuidenhoud, die „berühmteste weisse Frau Südafrikas“ wie sie von Nelson Mandela genannt wurde.
Mit seinen messerscharfen Analysen prangert der Sprachvirtuose die mangelhafte Aids-Politik der Regierung Jahr um Jahr an und betreibt seine eigene Aufklärungskampagne für die junge Generation in Südafrika: „Heuchelei ist die Vaseline des politischen Interkurses“, sagt er und hat noch viel gelungenere Zeilen wie diese parat: „Liebe deine Feinde und du wirst ihren Ruf ruinieren!“ Das Leben der Jugendlichen ist bedroht von einem tödlichen Virus, deshalb tourt Pieter-Dirk Uys mit seinem Aufklärungsprogramm seit Jahren kostenlos durch die Schulen des Landes. Das Motto der Kampagne lautet „Erziehung durch Unterhaltung“. Aids rangiert am Kap der Guten Hoffnung an erster Stelle der Todesursachen; die Lebenserwartung ist unter 49 Jahre gesunken.
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Hvordan har du det?*
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HOW ARE YOU ist ein Film über das dänisch-norwegische Künstlerpaar Ingar Dragset und Michael Elmgreen, das unter anderem das Denkmal für die im zweiten Weltkrieg verfolgten und ermordeten Homosexuellen in Berlin gestaltet hat. Der Film gibt eine Übersicht über die wichtigsten Installationen des Paares, verfolgt deren Entstehungsgeschichte und berichtet zudem über die Beziehung der beiden Männer. Zurzeit findet übrigens die erste große museale Einzelausstellung der Skandinavier im ZKM Karlsruhe statt.
Magnus Rosengarten spricht im Interview mit dem Regisseur Jannik Splidsboel über die Dreharbeiten zu seiner Dokumentation. Splidsboel erzählt wie er mit den beiden Künstlern in Kontakt kam, wie er das Material sammelte und was ihn an der Kunst von Elmgren & Dragset fasziniert.
HOW ARE YOU, Colloseum 1, 15:30 Uhr
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* Dänisch: Wie geht es dir?/How are you? |
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Königin ohne Krone
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Was ist eine Familie? Wo ist meine Heimat? Wer bin ich? – Mit diesen existentiellen Fragen befasst sich der Dokumentarfilm THE QUEEN HAS NO CROWN, der die Geschichte einer israelischen Familie beschreibt. Drei der fünf Brüder beschließen in Zeiten der Krise das Land zu verlassen, während zwei, einer von ihnen schwul, zurück bleiben.
Magnus Rosengarten spricht mit dem Regisseur Tomer Heymann über die Familienverhältnisse, in denen er aufwuchs, und die Einflüsse, die ihn bewegten den Film zu drehen. Er erzählt darüber wie seine Familie auseinander fiel und wie es für ihn war mit vier Brüdern aufzuwachsen. Außerdem spricht er über die Situation für queere Menschen in Israel.
THE QUEEN HAS NO CROWN, CineStar 7, 17:00 Uhr
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Verschlungene Pfade der Großstadt
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Auf verschlungenen Pfaden erzählt CHANG-PI-HAE die Liebesgeschichte zweier Mädchen, die ihren Platz in der Welt noch suchen. Die eine ist eine vorgebliche Selbstmörderin, die andere wird wegen Taschendiebstahls von der Polizei gesucht. Sie werden gemeinsam festgenommen, aneinander gekettet und kommen sich im koreanischen Großstadtgewirr näher.
Magnus Rosengarten spricht im Interview mit dem Regisseur Kim Soo-Hyun und der Schauspielerin Kim Kkobbi über die Arbeit am Film. Soo-Hyun berichtet, wie er die Idee zu dem Film hatte, wie sich seine Sicht auf homosexuelle Liebe während der Arbeit geändert hat und wie sie an den Charakteren gearbeitet haben.
CHANG-PI-HAE, CinemaxX 7, 19:00 Uhr |
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Werner Schroeters Bilderwelten
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Werner Schroeter hat das deutsche Kino und den queeren Film über mehrere Jahrzehnte geprägt. Er zählte zu den Regisseuren des neuen deutschen Films, der Gruppe von Filmmachern zu denen auch Rainer Werner Fassbinder, Wim Wenders, Werner Herzog und Volker Schlöndorf gehörten. Werner Schroeter erhielt im vergangenen Jahr den SPECIAL TEDDY AWARD für sein Lebenswerk. Er starb am 12. April 2010. Elfi Mikeschs DokumentationMONDO LUX begleitet Werner Schroeter auf seinen letzten Lebensjahren und liefert zugleich einen intimen Einblick in die Arbeit seiner letzten Jahr.
Magnus Rosengarten spricht im Interview mit der Regisseurin Elfi Mikesch über die Emotionalität der Bilder Werner Schroeters, die persönlichen Einflüsse, die er in sein Werk einfließen ließ, die Besonderheiten seiner Kunst und die Arbeit mit Werner Schroeter.
MONDO LUX, Cinestar 7, 20:00 Uhr
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Alle Filme des Tages in der Programmübersicht >> |
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