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Die 24. Teddy awards sind vergangenheit
Wir freuen uns auf das 25. Jubiläum des Teddy Award am 18.02.2011.
Am Freitag, den 19.02.2010 wurden im Rahmen der 60. Internernatioalen Filmfestspiele Berlin die
24. TEDDY AWARDS für herausragendes queeres Filmschaffen verliehen. Die Preise wurden wie folgt vergeben:
Bester Spielfilm:
The Kids Are Alright von Lisa Cholodenko
Bester Dokumentar-/Essayfilm:
La bocca del lupo (The Mouth of the Wolf) von Pietro Marcello
Bester Kurzfilm:
The Feast Of Stephen von James Franco
TEDDY Jury Award:
Open von Jake Yuzna
Siegessäule Readers Award:
Postcard to Daddy von
Michael Stock
SPECIAL TEDDY Award:
Werner Schroeter
Die einzelnen Jury Statements und die Nominierungen findet Ihr
hier.
Wer noch einmal ein wenig nachschmecken möchte: Die ganze Seite ist voll mit Ausschnitten aus der
TEDDY AWARD CEREMONY - viel Spaß damit:-)!
TEDDY AWARD Archiv
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Werner Schroeter ist Tot
Der deutsche Theater- und Filmregisseur Werner Schroeter ist im Alter von 65 Jahren gestorben. Er erlag am Montag den 12.04.2010 in einer Klinik in Kassel den Folgen seiner Krebserkrankung.
Der Filmzauberer bekam in diesem Jahr den Ehren-TEDDY
Werner wurde der Ehren-TEDDY verliehen, weil er einer der ganz Großen ist, den die schwule Kultur in ihrer jungen Emanzipations- bewegung in der Nachkriegs-Bundesrepublik hervorgebracht hat. Er hat Versatzstücke der europäischen Kultur, der Oper und auch den Umgang mit den großen Gefühlen für unsere Generation rückimportiert aus ihrem kulturellen Exil der Nachkriegszeit.
Bei der Beschäftigung mit Werner Schroeter begegnen wir von Elfi Mikesch und von Praunheim über Ingrid Caven und Daniel Schmid bis Fassbinder Vertretern einer äußerst kreativen Generation. Ein Blick zurück macht uns deutlich, dass sich das Kino nach wie vor aus den filmischen Inspirationen der 60er und 70er Jahre speist. Jene Zeit war ein Füllhorn an Initiation und Angstfreiheit, aus dem auffällig Werner Schroeters filmisches Feuerwerk floß.
Früh verband er Kulturen, arbeitete er mit Französinnen wie Bulle Ogier, Andréa Ferréol, dann Isabelle Huppert, aber auch mit Andy Warhols Superstar Candy Darling. Sein Superstar war Magdalena Montezuma.
Auf jeden Fall war Werner Schroeter ein Operndenker, er war in der Lage, der Sehnsucht und der Angst des Menschen ein Format zu geben. Er konnte uns Bilder schenken, die mit dem Herzen verstanden werden. Ich erinnere mich, dass wir damals im Kreuzberger TALI-Kino „Goldflocken“ von Werner gezeigt haben. Das war für mich eine ästhetische Revolution. So etwas hatte ich noch nie gesehen, diese Inspiration auf der Gefühlsebene, deren Bedeutung man nicht in Worte fassen kann.
Wieland Speck